In der Telematikinfrastruktur hing der Zugang lange an Hardware: Konnektor, Kartenterminal und Chipkarten in jeder Praxis. Mit dem TI-Gateway wandert der Konnektor ins Rechenzentrum, und in der TI 2.0 hängt der Zugang an geprüften digitalen Identitäten. Damit rückt eine Komponente in den Mittelpunkt, die vorher eher im Hintergrund lief: der Identity Provider. Er beantwortet bei jedem Zugriff, wer anfragt und was diese Person oder Einrichtung darf.
IDatik ist unser Identity Provider für die TI.
Was IDatik tut
IDatik übernimmt Authentifizierung und Autorisierung für Akteure im Gesundheitswesen:
- Anmeldung mit den Karten der TI: Heilberufler weisen sich mit dem elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) aus, Einrichtungen mit der Institutionskarte (SMC-B).
- Rollen und Berechtigungen: Zugriffsrechte richten sich nach Berufsgruppe und Organisationszugehörigkeit. Eine Pflegekraft sieht andere Funktionen als eine Ärztin, eine Apotheke andere als eine Klinik.
- Offene Standards: IDatik spricht OAuth 2.0 und OpenID Connect, für ältere Systeme auch SAML 2.0. Anwendungen binden IDatik so an wie andere Identity Provider auch, über eine REST-API.
- Protokollierte Zugriffe: Jede Anmeldung und jede Berechtigungsentscheidung wird dokumentiert.
Die Schlüssel liegen in einem Hardware-Sicherheitsmodul (HSM). Betrieben wird IDatik in Containern, die Architektur ist redundant ausgelegt, mit automatischem Failover.
Wo IDatik eingesetzt wird
IDatik ist für Systeme gedacht, die Identitäten aus der TI brauchen: Praxisverwaltungssysteme, Krankenhausinformationssysteme, ePA-Anwendungen, Telemedizin-Plattformen und Gesundheitsportale. Für Hersteller solcher Systeme heißt das: Sie müssen die Anmeldung mit eHBA und SMC-B nicht selbst nach gematik-Spezifikation umsetzen, sondern binden einen Identity Provider an, der dafür gebaut ist.
Zusammen mit unseren anderen Produkten ergibt sich ein durchgehender Weg. FHIR Link tauscht Daten aus, Me-TI übernimmt die Kommunikation, und IDatik stellt fest, wer beteiligt ist.
Stand: bereit für die Zertifizierung
IDatik ist nach den Anforderungen der gematik entwickelt und bereit für die Zertifizierung. Zertifiziert ist IDatik noch nicht. Wer IDatik heute plant, plant also mit einem Produkt, dessen Zertifizierung noch aussteht.
Für die Zertifizierung zählt die Nachweisbarkeit: Welche Anforderung ist wo umgesetzt, wie wurde sie getestet? Wir entwickeln AI-first, mit KI-Agenten, die von Menschen geleitet und kontrolliert werden. Jede Änderung wird geprüft und dokumentiert. Diese Dokumentation entsteht bei uns während der Entwicklung, nicht erst kurz vor dem Audit.
Fragen zur Anbindung oder zum Zeitplan beantworten wir gern. Die technischen Details stehen auf der Produktseite, den Kontakt finden Sie hier.