KI-Agenten recherchieren Angebote, vergleichen Preise und bereiten Bestellungen vor. Der nächste Schritt liegt nahe: Sie schließen den Kauf selbst ab. Genau dort wird es heikel. Ein Händler sieht zunächst nur eine Anfrage von einer Software. Er weiß nicht, für wen sie handelt, ob sie das darf und wer haftet, wenn etwas schiefgeht. Ein Unternehmen, das seinen Agenten einkaufen lässt, will umgekehrt sicher sein, dass er nicht mehr ausgibt als vorgesehen.
ADI, kurz für Agentic Digital Identity, setzt hier an. ADI ist derzeit in der Beta.
Drei Dinge, die ein Agent braucht
Damit ein Agent im Geschäftsverkehr handeln kann, braucht er drei Dinge:
Eine Identität. Mit ADI erhält der Agent eine Geschäftsidentität, die an Ihr Unternehmen gebunden ist. Er tritt damit nicht als anonymer Bot auf, sondern als erkennbarer Vertreter eines bestimmten Unternehmens.
Regeln. Sie legen fest, wo der Agent einkaufen darf, wie viel er ausgeben darf und wofür. ADI bildet diese Regeln als Mandate ab und unterstützt dafür AP2, das Agent Payments Protocol. AP2 beschreibt Mandate als signierte Aufträge, die sich prüfen lassen.
Eine freigegebene Zahlungsmethode. Jeder Agent bekommt eine eigene virtuelle Karte in einer Wallet, mit Ausgabelimit, freigegebenen Händlern und festgelegtem Geschäftsbereich. Ein Agent für Büromaterial kann damit keine Flugtickets buchen.
Nachvollziehbar statt blind vertraut
Jede Transaktion eines Agenten wird protokolliert: welcher Agent, welches Mandat, welcher Betrag, bei welchem Händler. Wer später wissen will, warum eine Bestellung ausgelöst wurde, findet die Antwort im Prüfpfad und nicht in den Logs eines Sprachmodells.
Das ist derselbe Grundsatz, nach dem wir selbst arbeiten. Bei BrainWave entwickeln KI-Agenten in Teams, geleitet und kontrolliert von Menschen. Jedes Ergebnis wird geprüft, abgezeichnet und bleibt nachvollziehbar. ADI überträgt dieses Prinzip auf Agenten, die im Namen eines Unternehmens Geld ausgeben.
Für wen ADI gedacht ist
- Kleine und mittlere Unternehmen, die wiederkehrende Einkäufe an Agenten abgeben wollen, ohne die Kontrolle über Budget und Lieferanten zu verlieren.
- Procurement-Teams, die Agenten innerhalb klarer Einkaufsrichtlinien einsetzen wollen.
- Digital Sellers und Händler, die Bestellungen von Agenten annehmen wollen und dafür wissen müssen, wer dahintersteht und ob der Auftrag gedeckt ist.
Stand und Zugang
ADI ist eine Beta. Der Zugang läuft über adi-hub.ai, dort können Sie den Beta-Zugang anfragen. Wenn Sie vorab über einen konkreten Anwendungsfall sprechen möchten, schreiben Sie uns.